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MRT der Brust (Mamma-MRT)



Die Mamma-MRT ist die Untersuchung der Brust mittels Magnetresonanztomographie. Aufgrund der technischen Fortschritte der Geräte und Spulen ist die MRT der Brust ein sehr sicheres Verfahren zum Nachweis oder Ausschluss von Brustkrebs geworden.

Voraussetzungen sind ein hochwertiges MRT mit 1,5T-Magnet und eine Mehrkanalspule.
In unserer Praxis wird die Mamma-MRT seit vielen Jahren auf hohem technischen Niveau durchgeführt. Seit der Installation unseres neuen MRT (Magnetom Aera) im Herbst 2011 sind wir Siemens-Referenzzentrum für Mamma-MRT - in Kooperation mit Herrn PD Dr. Teubner tragen wir zur weiteren Optimierung und Verbesserung des Mammaspulen-Konzeptes bei.

Untersuchungstechnik
Wie auch bei der Mammographie, ist es sinnvoll die MRT-Untersuchung am 7-10 Tag nach Beginn der Periode durchzuführen. In dieser Zeit ist das Brustdrüsengewebe weniger durchblutet und die Aufnahmen besser beurteilbar. Vor der Untersuchung wird eine Verbleibkanüle in eine Armvene gelegt.
Die Untersuchung erfolgt am MRT mit Hilfe einer speziellen „Mamma-Spule“. Die Brüste werden in Bauchlage in dieser Spule gelagert. Es werden zunächst Aufnahmen ohne Kontrastmittel angefertigt. Danach erfolgen mehrfach wiederholte Aufnahmen nach Kontrastmittelgabe – eine „dynamische Untersuchung“. Anhand dieser Aufnahmen kann im Falle eines Knotens analysiert werden wie kräftig seine Durchblutung ist.
Nachdem die Erstellung der Aufnahmen beendet ist (meistens nach etwa 30 Minuten), werden sie mittels eines speziell dafür entwickelten Computerprogramms nachbearbeitet und analysiert.
Fragestellungen
Da die Mamma-MRT zur Zeit das aufwendigste und teuerste bildgebende Verfahren zur Brustuntersuchung ist, muss die Indikation sorgfältig gestellt werden. Die Hauptindikationen (als Kassenleistungen anerkannt) sind:
  • Ausschluss eines erneuten Tumors nach Operation von Brustkrebs, wenn in der Mammographie und Sonographie ein unklarer Befund vorliegt oder wenn diese Untersuchungen nicht ausreichend gut beurteilbar sind. Die Untersuchung darf frühestens 6 Monate nach OP oder 12 Monate nach erfolgter Strahlentherapie erfolgen.
  • Zur Primärtumorsuche bei Lymphknotenmetastasen in der Achselhöhle wenn ein Tumor mittels Mammographie und Ultraschall nicht zu erkennen ist.
  • Vor der OP bei histologisch nachgewiesenem Brustkrebs und Verdacht auf multifokalem (mehrere Knoten in einem Quadranten der Brust) oder multizentrischen Karzinom (mehrere weit voneinander entfernte Knoten).
  • Vor der OP bei einer bestimmten Unterart von Brustkrebs, das invasive lobuläre Karzinom. Diese Art ist mit den anderen Bildgebenden Verfahren häufig nicht ausreichend gut darstellbar.
  • Als Verlaufskontrolle bei präoperativer Chemotherapie großer Tumore zur Feststellung des Erfolgs der medikamentösen Behandlung


Sinnvolle Indikationen, welche jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt werden sind:

  • Frauen mit mammographisch und sonographisch nicht oder eingeschränkt zu beurteilender Brust
  • Nach Brustvergrößerungs-OP mit Silikonimplantaten im Rahmen der Vorsorge oder bei Verdacht auf Implantatruptur.

Kontraindikationen